Vorbereitung auf den Schulanfang

Liebe Eltern unserer zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässler!
Im Sommer kommen Ihre Kinder zu uns in die Schule und wir freuen uns auf unsere Schulanfängerinnen und Schulanfänger und auf Sie.

Die ersten Wochen werden für Ihre Kinder und Sie als Eltern und für uns spannend und aufregend sein. „Schule“ bedeutet: neue Umgebung, neue Lerngruppe und neue Herausforderungen. Ihre Kinder werden ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen können und gleichzeitig viel Neues aufnehmen und erleben.

Um Ihre Kinder – ihr Können, ihre Stärken und vielleicht so manche Schwächen – umfassend zu ergründen und darauf eingehen zu können, werden wir mit Ihren Kindern eine Schuleingangsdiagnostik durchführen. Diese zeigt uns, welche Grundvoraussetzungen für das schulische Lernen Ihre Kinder schon mitbringen und an welchen wir zusammen noch arbeiten sollten.

Oft werden wir gefragt, was Eltern schon vor der Einschulung für einen erfolgreichen Schulbesuch ihres Kindes tun können.

Folgende Punkte aus der eben genannten Schuleingangsdiagnostik sehen wir als die wichtigsten an:

Kinder können gut lernen, wenn sie …..

sich für etwas begeistern lassen, aber auch Geduld und Rücksicht auf sich selbst und andere nehmen können. Das erkennt man und kann geübt werden in Spiel- und Familiensituationen. Sind Kinder beim gemeinsamen Essen/ beim gemeinsamen Spielen/ beim Vorlesen/ bei Ausflügen ungeduldig und leicht ablenkbar, schieben sich in den Vordergrund und können vereinbarte Regeln nicht einhalten, werden sie es auch in Schule und Klassenraum nicht leicht haben.

eine gewisse Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft auch für ungeliebte und unbequeme Aufgaben mitbringen. Das erkennt man und kann geübt werden bei der Übernahme von Pflichten im Haushalt/ beim Aufräumen des eigenen Zimmers/ bei Tischsituationen/ beim gemeinsamen Spiel/ beim Vorlesen/ beim Erlernen neuer Spiele oder neuer Sportarten oder eines Instrumentes. Sind Kinder hier unsicher, ermüden schnell und weichen den Anforderungen schnell aus, werden sie auch beim schulischen Lernen Mühe haben.

konzentriert zuhören, verstehen, sich etwas merken und wiederholen können. Das erkennt man und kann geübt werden beim Nachsprechen kleiner Verse, Lieder, verschiedener kurzer und langer Rhythmen/ beim Wiedererzählen von vorgelesenen oder erzählten Geschichten/ beim Ausführen von Aufgaben. Sind Kinder hier unsicher, wird ihnen das Lernen insgesamt schwer fallen.

Kraft und Koordination ihrer Finger entwickelt haben. Das erkennt man und kann geübt werden beim richtigen Halten („Dreipunktgriff“!) von Stiften/ beim Nutzen von Stiften, von Schere und Klebestift/ beim Teigkneten / beim Plätzchenausstechen/ beim Spielen mit Bauklötzen oder im Sand mit Förmchen/ bei Gartenarbeiten mit Hacke und Schaufel/ bei Würfelspielen usw. Sind Kinder hier unsicher, fällt ihnen oft das lesbare Schreiben schwer.

folgende Alltagsanforderungen bewältigen: sich alleine an- und ausziehen können/ eigene Sachen wiedererkennen und sie in Ordnung halten/ alleine zur Toilette gehen und sich selbstverständlich die Hände waschen/ eine Schleife binden können. Sind Kinder hier unsicher, wird der Schulalltag für sie schwer werden.

vor- und rückwärtsgehen können/ auf einem Bein hüpfen können/ balancieren können. Sind Kinder hier unsicher, wird das Rechnenlernen für sie schwer werden.